Ein Zeitungsartikel über Tomatenpflücker aus Senegal brachte mich gedankelich zu Giuseppe – einem gebürtigen Apulier, der abends in meinem Deutschkurs saß und tagsüber ab 4 Uhr früh Weintrauben „putzte“. Für einen Hungerlohn, unter sengender Sonne, unter Planen, die die Hitze noch verstärken. Sein Padrone (dt. Herr), seine Angst vor Kontrollen, sein einziger Ausweg: ein Koffer und München. Eine Geschichte darüber, dass moderne Ausbeutung keine Nationalität kennt.
Was aus Giuseppe geworden ist, weiß ich nicht – Schüler, die ich über eine Sprachschule hatte, verlor ich nach dem Kurs meist aus den Augen. Von meinen direkten Privatschülern, die oft besser ausgebildet waren, weiß ich dagegen, dass viele es tatsächlich in die DACH-Länder geschafft haben, andere sind sogar weiter nach Kanada oder in die Niederlande gezogen. Ob Giuseppe seinen Platz München gefunden hat, bleibt jedoch offen.

Zu den senegalesischen Tomaten Pflücher ,
Die Familien sehen die gut betuchten Touristen jeden Tag flanieren und schlemmen , sehen im TV das Deutschland oder Frankreich und drängen ihre Söhne auszuwandern. Wenn diese dann in Europa angekommen sind, erwartet diese dann auf den Geld Regen. sie wissen nichts, über die problematischen Bedingungen, da sie alles glauben und nie die Wahrheit erfahren. aus vielerlei Gründen, es gibt keine Arbeit für diese verlorene Generation. die tüchtigen Frauen sei Dank. Sie versuchen alles ohne zu murren für ihre Kinder.
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Herzlichen Dank für deinen Einblick und das Teilen deiner Erfahrung.
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Viele Flüchtlinge glauben, dass auf sie in Europa ein besseres Leben wartet. Aber ohne Ausbildung oder Sprachkenntnisse wird es schwierig.
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Ja, das ist richtig. Aber das gilt auch für Europäer, die innerhalb Europas umziehen wollen.
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Das wundert mich immer, dass dies vielen Europäern nicht klar ist.
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Vielleicht weil man oft nur den erfolgreichen Teil der Geschichte eines Auswanderers hört und die Schwierigkeiten/ Probleme nicht so weitergegeben werden. Vielen ist auch nicht klar, dass, wo man mehr verdient, man auch mehr ausgeben muss. :)))
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Das stimmt. 🙂 Oft entstammt die Idee meist auch einer gewissen Verzweiflung.
Und alles klingt verlockender als der jetzige Zustand.
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Ja, richtig.
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Aber heutzutage kann man sich im Netz genau informieren. Früher war das anders.
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Man könnte, wenn es nicht bequemer wäre zu glauben, was man gesagt bekommt. 😉 Immerhin hat man es dann aus erster Hand. (Aber wie schon gesagt, vielleicht nicht vollständig.)
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Horrorgeschichten über katastrophale Bedingungen für Erntehelfer insonders in Italien liest man mitunter. Dass sich die Zustände so dramatisch zum schlechteren verändert haben bemerke ich deswegen, da wir in den 80er-Jahren mehrere Saisonen hinternander in Südtirol als Äpfelklauber arbeiteten und dabei wirklich herausragend gut entlohnt wurden – sonst wären wir ja nicht extra dazu runtergefahren. Mit der EU-Erweiterung und damit einhergehender Freizügigkeit für billige Arbeitskräfte aus Niedriglohnländern ist die Situation freilich eine völlig andere geworden.
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Danke für deinen interessanten Kommentar.
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