Bari – hier er Link zu einem etwas ausführlicheren Beitrag über die sympathische Hauptstadt der Region Apulien – ist nicht nur Durchgangsstation oder Tagesausflugsziel. Für mich ist es auch ein Stück gelebter Alltag, auch wenn ich seit meiner Zeit in einer Sprachschule im Zentrum nur noch alle paar Monate dorthin komme. Am letzten Wochenende hatte ich gleich drei Begleiter dabei: meinen Sohn und meine Eltern.

Praktisch wie immer: Statt hupender Drängler, nervenaufreibender Parkplatzsuche und Parkgebühren von 2 Euro pro Stunde in der Innenstadt bevorzugen wir den Park & Ride-Parkplatz am Stadtstrand „Pane e Pomodoro“. Hier am Rand Baris stellen wir gemütlich das Auto ab, zahlen für den Fahrer und 2 weitere Personen das Busticket und nehmen den Bus ins Zentrum. Das ganze kostet zusammen unglaubliche 1,60 Euro für den ganzen Tag – Kinder unter 10 fahren übrigens gratis. Wer gut zu Fuß ist, kann einen schönen Spaziergang am Meer genießen und muss nicht auf den Bus ausweichen.
Erste Station war natürlich die Bar Napoleon, mein Stammcafé im Zentrum. Inhaber Michele führt hier seit vielen Jahren das Geschäft seines Vaters weiter, und obwohl ich schon Monate nicht da war, haben er und seine Frau Nicoletta meine Eltern mit Handschlag begrüßt – als wären auch sie alte Bekannte. Dann ein kleines Schwätzchen mit den Sekretärinnen und dem Inhaber der Sprachschule … genau das macht Bari und Süditalien aus: Wohin man geht, man fühlt sich zu Hause.

Den Rest des Vormittags haben wir gechillt: ein Bummel die Via Sparano entlang, ein Rundgang durch die Altstadt mit Sonnengassen und dem ein oder anderen verdächtigen Saftstand, Pasta-Auslagen, die zum Fotografieren einladen – und natürlich ein Pflichtbesuch im Legoladen in der Via Argiro, dem absoluten Lieblingsgeschäft meines Sohnes. Zurück ging es – nach einem Eis bei Gasperini – mit dem Bus vom Fischmarkt zum Park & Ride. Ein entspannter Frühlingstag in einer Stadt, die ich einfach mag.


