Ein Holzzug bestehend aus den Buchstaben des Namens Davide mit der italienischen, der deutschen und der Brandenburgflagge steht auf einem Tisch vor blauem Himmel.

Papa sagt „treno“ (2): Zweisprachigkeit bei Kindern – Erfahrungen aus der Grundschule

Mein Sohn Davide, der von Geburt an Deutsch und Italienisch lernte, ist nun fast 11 Jahre alt und wird bald die Grundschule beenden. Vor einigen Jahren habe ich einen Artikel über unsere Erfahrungen mit Zweisprachigkeit bei Kindern geschrieben, der seine Jahre bis weit ins Kindergartenalter hinein abdeckte. Meine Erfahrungen zur Zweisprachigkeit bei Kindern im Kleinkindalter findest du hier.

Jetzt möchte ich berichten, wie es in der Grundschule weitergegangen ist, denn noch immer ist es nicht für alle binationalen Eltern selbstverständlich, dass ihre Kinder beide Sprachen lernen. So gibt es in Davides Klasse ein Kind mit polnischer Mutter, das nur Italienisch spricht. Er hatte leider nie die Chance, Polnisch als Erstsprache zu entwickeln und kann nur unter Schwierigkeiten mit seinen polnischen, nicht italienisch sprechenden Verwandten kommunizieren. In diesem Beitrag erzähle ich, wie Davide hingegen im Grundschulalter beide Sprachen weiterentwickelt, welche Herausforderungen auftreten und welche Strategien uns dabei helfen, die Zweisprachigkeit zu fördern.

Rückblick: Davides frühe Jahre mit zwei Sprachen

Davide wuchs von Geburt an zweisprachig auf: Deutsch mit mir, Italienisch mit seinem Vater und der Umgebung. Schon im ersten Jahr begann er, Laute und erste Wörter aus beiden Sprachen zu erkennen und zu variieren. Im zweiten Jahr bildete er Zwei- und Drei-Wort-Sätze und entdeckte spielerisch die beiden Sprachwelten. Im dritten Jahr dominierte oft das Italienische, doch Deutsch verstand er gut und wechselte problemlos zwischen beiden Sprachen. Ab dem vierten Jahr festigte sich seine Fähigkeit, in beiden Sprachen zu kommunizieren, typische Kinderfehler inklusive.

Von Anfang an hielten wir Deutsch im Alltag lebendig: Wir sprachen, sangen, lasen, schauten Kinderprogramme, führten Videotelefonate mit den deutschen Großeltern und besuchten regelmäßig Deutschland. So wurde Deutsch ganz nebenbei zu einem festen Teil seines Lebens – ohne Zwang, ganz selbstverständlich und mit viel Freude.

Der Übergang in die Grundschule war fließend, denn sein Kindergarten und die Schule befinden sich im selben Gebäude. Die Lehrer und Erzieher kennen sich untereinander, sodass Davides Zweisprachigkeit ihm bereits zur neuen Klassenlehrerin vorausgeeilt war.

Sprachentwicklung im Grundschulalter

Frühe Grundschuljahre: Intuitiver Sprachwechsel und Deutsch als Zweitsprache

In den ersten beiden Grundschuljahren zeigte sich im Wesentlichen das gleiche Muster wie schon im Kindergartenalter: Er unterschied intuitiv zwischen seiner deutschen und italienischen Welt und fand es merkwürdig, wenn man ihn direkt auf seine Deutschkenntnisse ansprach. Er antwortete automatisch auf Italienisch, sobald er merkte, dass die Personen Deutsch nicht als Muttersprache sprachen. Hinzu kam, dass er kein „Performer“ ist – wenn seine Sprachkenntnisse vorgeführt werden sollten, blockte er ab und sprach oft gar nicht mehr. Seine Klassenlehrerin, die selbst ein bisschen Deutsch in der Schule gelernt hatte, war darauf nicht vorbereitet. Sie hatte erwartet, dass mein Sohn seine Zweisprachigkeit offener zeigen und auch mehr von seinem Wechsel zwischen zwei Kulturen berichten würde. Aber möglicherweise war es dafür einfach zu früh.

In einem Bücherragel in einem zweisprachigen Zuhause stehen deutsche und italienische Kinderbücher
In Davides Bücherregal – Deutsch und Italienisch nebeneinander, ganz selbstverständlich Teil seines Alltags.

Ab dem dritten Grundschuljahr: Deutsche Identität und Italienisch dominiert im Unterricht

Seine deutsche Identität begann sich ab dem dritten Grundschuljahr herauszukristallisieren. Da bezeichnete er sich selbst als Deutschen, obwohl er in Italien aufgewachsen war und inzwischen problemlos Italienisch, aber nur holprig auf Deutsch las. Ihm fielen nun Unterschiede in den beiden Sprachen in der Grammatik und Wortwahl selbst auf. Hinzu kam, dass er ab der zweiten Hälfte der Grundschule Fächer wie Geschichte, Biologie, Technik und Geografie lernte, die in der fünften und letzten Grundschulklasse neben dem Italienischunterricht den größten Raum einnahmen. Dabei baute er einen kindgerechten, aber italienischen Fachwortschatz auf, der in diesem Umfang nicht mehr so leicht parallel auf Deutsch erarbeitet werden konnte. Dazu fehlte auch einfach die Zeit neben Hausaufgaben und Hobbys. Hilfreich war es trotzdem, auf Deutsch über das in der Schule Gelernte zu sprechen und ein Wort auch mal zu umschreiben. Vor allem aber glaube ich, dass es hilfreich ist, auch dabei entspannt zu bleiben und sich bewusst zu machen, dass es für das Alltagsleben eines Zehnjährigen nicht unbedingt nötig ist, zum Beispiel den Verdauungsprozess in seinen Detaills auf Deutsch beschreiben zu können.

Schreiben und Lesen auf Deutsch: Herausforderungen und spielerische Strategien

Gelegenheit zum Schreiben auf Deutsch hat Davide eher wenig. Hin und wieder schreibt er eine Postkarte an seine Oma in Deutschland oder eine „geheime“ Nachricht an mich. Dabei wird deutlich, dass er die deutschen Laute mit italienischen Buchstaben schreibt. Man könnte auch sagen, er schreibt so, wie er es auf Italienisch hört. Auffällig ist, dass er beim Lesen keine Probleme mit der richtigen Aussprache hat, aber beim Schreiben nicht daran denkt, dass ein deutsches „sch“ kein italienisches „sc“ ist. Tatsächlich macht er sich oft einen Spaß daraus, deutsche Texte absichtlich mit italienischer Aussprache vorzulesen oder umgekehrt. Daran sieht man, dass ihm inzwischen klar bewusst ist, dass er sich in zwei Sprachsystemen bewegt.

Von einem zweisprachig aufwachsenden Kind geschriebene Nachrichten an die Großeltern und einen Freund.
Nicht immer ganz fehlerfrei, aber stets von Herzen – Davides kleine Nachrichten an Famlie und Freunde.

Den Leseanfang haben wir mit der „Fibel“ aus dem Cornelsen Verlag (2015) gemacht. Wir brauchten 2 Schuljahre für die erste Klasse, da wir nur hin und wieder abends eine Seite lasen. Schließlich musste Davide auch durch den kompletten Stoff der ersten Klasse in Italien, was aufgrund der wegen der COVID-Pandemie ausgefallenen Vorschulmonate schon schwierig genug war. Danach habe ich ich die Bücher aus der „Leselöwen“-Reihe aus dem Loewe-Verlag besonders hilfreich gefunden (hier geht’s zu meiner Rezension auf Buchwurm.org). Für deutsche Leseanfänger sind in diesen Büchern nach Klassenstufen gestaffelt Texte mit unterschiedlicher Silbenfarbe abgedruckt. Das erleichtert das Lesen sehr und ist auch für fremdsprachige Lerner geeignet. Was bei uns nicht gut funktioniert hat, sind zweisprachige Bücher. Die für mich persönlich sehr ansprechende Bilibri-Reihe wurde kaum angeschaut oder gelesen. Es scheint, dass mindestens mein Kind zwischen den Sprachwelten trennen möchte.

Englisch lernen und Mehrsprachigkeitsbewusstsein

Hilfreich für die Erkenntnis des Bewegens in zwei Sprachsystemen war das Lernen eines dritten Systems, und zwar der englischen Sprache, das bis zur zweiten Klasse noch sehr spielerisch erfolgte, ab der dritten aber ernsthaft betrieben wurde und in der vierten Klasse bereits zu einer ersten Cambridge-Prüfung geführt hat. Das Englischlernen brachte auch ein besseres Verständnis von Seiten der Klassenkameraden dahingehend, was es bedeutet, sich in verschiedenen Sprachen auszudrücken. Unnötig zu sagen, dass Davide der Englischunterricht leicht fällt, denn inzwischen weiß man, dass mehrsprachige Kinder neue Sprachen oft schneller lernen (vgl. Goethe-Institut).

Identitätsfragen im Schulalltag

Mich als deutsche Mutter stellte nicht die Sprachentwicklung, sondern zunehmend die kulturelle Identitätsfindung meines Sohnes vor Herausforderungen. Davide ist stolz auf seine deutschen Wurzeln und erlebt Deutschland bisher durchgehend positiv als das brandenburgische Heimatland seiner Familie, grün, mit viel Natur und sauberen Städten sowie als die moderne, hippe Hauptstadt Berlin.

Ein Junge und ein Mädchen sitzen auf einer Holzbank am Tisch und malen. Auf dem Tisch liegen viele Stifte, zwei Federtaschen und das Malpapier.
Davide und seine Freundin konzentriert beim Malen – gemeinsame Aktivitäten fördern Kreativität, Kommunikation und spielerisches Lernen in beiden Sprachen.

Die Herausforderung begann, als in der Grundschule bereits in der dritten Klasse Themen wie der Holocaust und die Teilung Deutschlands behandelt wurden. Plötzlich befand sich Davide in einer Situation, in der seine eigenen Vorfahren theoretisch zu den Tätern gehört haben könnten – und diese historische Last färbte nun auf ihn als „den Deutschen“ ab. Während man in Deutschland in der dritten Nachkriegsgeneration versucht, mit der Aufarbeitung dieser Themen abzuschließen, wird man als Deutsche im Ausland – und als Lehrerin für Deutsch – immer wieder damit konfrontiert.

Ich selbst musste sehr behutsam reagieren: Einerseits ging es darum, ein differenziertes Bild der deutschen Geschichte zu vermitteln, andererseits auch über die gesamteuropäische Situation und die Rolle Italiens im Europa des 20. Jahrhunderts zu sprechen – ein Thema, das im italienischen Grundschulunterricht so detailliert natürlich nicht behandelt wird.

Auch in meinem eigenen Deutschunterricht greife ich als Lehrerin solche Themen auf, etwa die deutsche Teilung und das Leben in der ehemaligen DDR, die heute oft aus einer einseitigen Perspektive betrachtet werden. In beiden Fällen stand ich vor der Aufgabe, schwarz-weiße Sichtweisen zu hinterfragen und einzuordnen – etwas, das für Kinder im Alter von Davide nicht immer leicht zu verstehen ist. Dabei hilft es sehr, dass unser Sohn seine Urgroßeltern kennt, die 1945 noch Halbwüchsige und Opfer des Krieges waren, und auch seine Großeltern, die zu DDR-Zeiten nicht verfolgt wurden und ihr Leben nicht in erster Linie als unfrei erlebt haben.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine selbstbewusste, gut integrierte Kinderpersönlichkeit auch mit diesen kulturellen Identitätsfragen gut umgehen kann.

Praktische Tipps aus Davides Grundschuljahren

Hier möchte ich noch einmal auflisten, was wir aus Davides Grundschuljahren für seine Zweisprachigkeit mitgenommen haben.

  1. Zweisprachigkeit geschieht oft intuitiv
    Kinder unterscheiden von selbst, in welcher Sprache sie mit wem sprechen. Es ist normal, dass sie auf Deutsch nicht antworten, wenn sie merken, dass ihr Gegenüber die Sprache nicht als Muttersprache spricht. Das heißt: Keine Sorge, wenn dein Kind nicht immer auf Deutsch reagiert – es lernt trotzdem!
  2. Kein Druck = bessere Ergebnisse
    Kinder blocken, wenn ihre Sprachkenntnisse vorgeführt werden sollen. Erlaube deinem Kind, natürlich und ohne Zwang zu sprechen, und erwarte keine „Performance“. Das fördert Motivation und Selbstvertrauen.
  3. Identität und Sprachbewusstsein entwickeln sich langsam
    Die deutsche Identität und das Bewusstsein für Unterschiede zwischen den Sprachen zeigen sich oft erst nach einigen Jahren. Geduld ist entscheidend: Zweisprachigkeit ist ein langfristiger Prozess. Und manchmal bringt erst die erste Fremdsprache das richtige Verständnis.
  4. Fachsprache in der Schule braucht Zeit
    Wenn dein Kind neue Fächer lernt (z. B. Biologie, Geschichte oder Technik), entsteht oft ein fachspezifischer Wortschatz in einer Sprache, der nicht vollständig parallel in der zweiten Sprache aufgebaut werden kann. Hilfreich ist es, über das Gelernte auf Deutsch zu sprechen, aber ohne Perfektionismus: Alltagssprache bleibt wichtiger als Fachbegriffe.
  5. Entspannt bleiben ist das A und O
    Kinder profitieren, wenn Eltern gelassen auf die Zweisprachigkeit schauen. Es ist nicht nötig, jede schulische Vokabel auch auf Deutsch abzubilden. Ein entspannter Umgang mit Fehlern und Unvollständigkeit unterstützt langfristig die Sprachentwicklung und das Selbstvertrauen.

Wie wir die Zweisprachigkeit im Alltag fördern

Ein Junge in Winterjacke sammelt Strandgut in einem kleinen Körbchen an einem Steinstrand vor dem blauen Meer in der Nähe von Bari in Apulien.
Davide am Strand bei Bari – neugierig die Welt entdecken und kleine Schätze mit nach Hause nehmen.

Wir gestalten unseren Alltag aktiv mit unserem Kind. Gemeinsame Mahlzeiten sind uns wichtig, und dank unserer Selbstständigkeit können mein Mann und ich dreimal am Tag bei einem entspannten Essen mit unserem Kind zusammensitzen. Schulalltag, Freunde, Freizeit und Hobbys sowie unsere Arbeit und gemeinsame Planungen sind dabei unsere Themen. Und ganz klar sind unsere Tischgespräche zweisprachig. Manchmal hilft mir mein Kind sogar mit Vokabeln aus und fühlt sich dadurch bestätigt. Er versteht so auch, dass es von Vorteil ist, eine Sprache nicht wie seine Mutter erst lernen zu müssen, wenn man schon älter ist.

Auch sonst sind deutsche Bücher, Lieder, Hörbücher und Hörspiele ganz selbstverständlich Teil unseres Alltags geblieben. Die großformatigen Bilderbücher sind inzwischen deutschen Kinder- und Jugendbüchern gewichen. Wie viele Kinder in Deutschland hätte Davide am liebsten ein Sams mit ganz vielen Wunschpunkten bei sich zu Hause. Er wartet sehnsüchtig auf jeden neuen Band der Spekulatius-Reihe und auch auf „Hilda Hasenfuß“ von Tobias Goldfarb. Wir haben auch Robin Hood gelesen, inspiriert von Nina Wegers Büchern von den „Wilden Robins“. Das abendliche Vorlesen spielt bei uns immer noch eine große Rolle und ist ein Ritual, in dem auch auf Deutsch die letzten tagesaktuellen Fragen geklärt werden.

Die Sendung mit der Maus hat einen festen Platz bei uns am Sonntagabend und Filme im Streaming schaut er mit uns mal auf Deutsch, mal auf Italienisch – kein Problem, auch wenn es sich um den gleichen Film handelt und er ihn mehrmals sieht. Seit zwei oder drei Jahren laufen bei uns auch YouTube-Videos, die er inzwischen in verschiedenen Sprachen nutzt, vor allem um sich über Videospiele auf dem Laufenden zu halten und Bastelideen zu finden. Da sein Lieblingsspiel „Minecraft“ ist, ist er irgendwann bei einem deutschen YouTuber namens Paluten gelandet, an dem ich sehr schätze, dass er sich mit Schimpfwörtern zurückhält und Davides Alltagssprache mit aktueller Umgangssprache bereichert. Natürlich stehen dessen Bücher aus der Minecraft-Welt auch schon bei uns im Regal.

Die regelmäßigen Besuche bei meiner Familie in Deutschland sind Höhepunkte, denen wir entgegenfiebern. Seit Davide einen Cousin hat, fährt er noch lieber in mein kleines, beschauliches Heimatdorf, wo man barfuß laufen, auf Bäume klettern, angeln und Buden bauen kann. Wie mit seinen italienischen Freunden spielt, bastelt und zockt er hier auf Deutsch. Und natürlich heißen wir auch weiterhin gern deutschsprachige Besucher, gern mit Kindern, bei uns willkommen.

Neu in unserem Leben und in Davides Parallelklasse ist ein Junge, der zwar Deutsch, aber kaum Italienisch spricht. Mit ihm hat sich unser Sohn schnell angefreundet und erlebt nun zum ersten Mal, dass seine Deutschkenntnisse auch dazu beitragen können, jemand anderem zu helfen.

Ein Kind in Winterkleidung knackt mit einem Hammer Mandeln auf einer Struktur aus Feldsteinen.
Davide beim Mandeln knacken – spielerisch Feinmotorik, Geduld und Konzentration üben, ganz nebenbei auch auf Deutsch und Italienisch kommentieren.

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen: Je aktiver man ist und je vielfältiger man seinen Alltag gestaltet, desto besser ist es auch für die Entwicklung beider Sprachen – ganz ohne Druck. Deshalb kann ich nur noch einmal betonen, dass sich Eltern, die ihre Kinder zweisprachig oder sogar mehrsprachig erziehen möchten, von nichts verunsichern lassen sollten: einfach machen – denn Zweisprachigkeit entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Alltag und gelebte Sprachen.

7 Gedanken zu „Papa sagt „treno“ (2): Zweisprachigkeit bei Kindern – Erfahrungen aus der Grundschule

  1. Avatar von UnbekanntAnonymous

    Ein sehr informativer und wichtiger Artikel!

    Mehrsprachigkeit ist so wertvoll 🙂

    Tatsächlich funktioniert es besser, wenn Muttersprache von Eltern beibehalten werden kann. Das klappt eher, wenn die Sprache vor Ort vom Erwachsenen selbst noch nicht flüssig beherrscht wird.

    So lernt auch der andere Erwachsene durchs Hören ein bisschen mit, wenn mit dem Kind gesprochen wird.

    Toll, dass dies bei euch gut geklappt hat!

    Nicole

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    1. Avatar von CorinnaCorinna Autor

      Da hast du tatsächlich recht. Mein Mann profitiert defintiv auch und hat einen großen passiven Wortschatz ganz nebenbei erworben.

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  2. Avatar von die 2 Nomadendie 2 Nomaden

    wäre sehr gerne zweisprachig aufgewachsen, doch das war in unserer familie kein thema, konnten meine eltern ja keine fremdsprache.
    .
    nun, ich bin seit über 50 jahren aus diesem leichtlernenden (kindes)alter rausgewachsen 😜, kämpfe ich immer noch mit englisch, um mich ungezwungen und halbwegs fehlerfrei unterhalten zu können. 🫣
    .
    schön zu lesen, dass es von deinem sohn so spielerisch aufgenommen wird. 👍🏽

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    1. Avatar von CorinnaCorinna Autor

      Ja, ich verstehe deinen Kampf mit Englisch gut. Auch ich gerate selbst nach fast 14 Jahren in Italien an meine sprachlichen Grenzen, wenn es um nicht alltägliche Fragen geht. Auch, wenn ich sehr emotional bin, purzeln alle Sprachen in meinem Kopf durcheinander und es wird schwer, die richtigen Worte in der Fremdsprache zu finden. Wichtig ist, nicht aufzugeben. Ich denke, die meisten Gegenüber verstehen diese Probleme und haben Geduld. Viele wünschen sich vielleicht sogar selbst, eine Fremdsorache so „schlecht“ sprechen zu können, wie wir. 😉

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  3. Avatar von MyriadeMyriade

    Sehr interessant! Ich bin ja eine Sprachen Frau und lerne mit ungarisch meine fünfte Fremdsprache. Es ist auch. noch als Erwachsene so, dass jede weitere Sprache leichter fällt.
    Der Spracherwerb eines Kindes ist ja sehr spannend und besonders in mehreren Sprachen. Ich habe als fünfjährige Französisch gelernt und meine gesamte Schulzeit in dieser Sprache absolviert, habe aber gar keine Erinnerung daran, wie ich die Sprache gelernt habe.
    Besonders interessant finde ich das Thema der Identitätsfindung eines mehrsprachig auf wachsenden Kinda. Eine Sprache ist ja nicht nur ein Mittel der Kommunikation sondern eine Art, die Welt zu sehen…

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  4. Avatar von Anna C.Anna C.

    Klasse geschrieben, Danke dafür. Leider war zu meiner Kinderzeit so etwas nicht in, lieber nicht auffallen war die Devise. Dabei konnte meine Mutter fließend türkisch -das wäre klasse gewesen dieses von ihr zu lernen. So nutze ich halt heute die Chance der VHS um italienisch zu lernen 😉😁

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