Ein Wahrzeichen verschwindet über Nacht
Zum Glück haben die heftigen Stürme und Wassermassen der vergangenen Woche in Apulien bislang weit weniger verheerende Schäden angerichtet als etwa auf Sardinien, in Kampanien oder auf Sizilien. Und doch hat das Unwetter ausgerechnet in der Nacht zum Valentinstag ein Wahrzeichen der salentinischen Küste ausgelöscht: den sogenannten „Meeresbogen der Liebe“ nahe Melendugno.

Was war der „Meeresbogen der Liebe“ bei Melendugno?
Die spektakuläre Steinformation „Arc dei Faraglioni di Sant’Andrea“ ragte im flachen, azurblauen Wasser unweit von Lecce empor und war über Jahre hinweg ein beliebtes Fotomotiv, Treffpunkt für Verliebte und Ziel zahlreicher Bade- und Bootsausflüge. Nun ist der natürliche Felsenbogen vollständig eingestürzt. Was Wind und Wellen einst formten, haben sie nun zurückgeholt. Hier könnt ihr das Bild sehen, dass sich aktuell bietet: Ein Beitrag auf Facebook.
Naturgewalt und Erosion: Warum die Küste sich ständig verändert
Nüchtern betrachtet ist sein Verschwinden Teil eines fortwährenden geologischen Prozesses: Die Küste des Salento ist ständig der Kraft von Strömungen, Wind und Brandung ausgesetzt. Erosion gestaltet diese Landschaft seit Jahrtausenden – sie erschafft und zerstört gleichermaßen. Doch solche rationalen Erklärungen lindern den Verlust kaum. Mit dem Felsentor verliert die Region nicht nur ein markantes Naturdenkmal, sondern auch ein Stück Identität und eine Attraktion für den Küstentourismus.
Fazit: Wenigstens die Liebe sturmsicher machen
Bleibt zu hoffen, dass die Liebenden im Salento ihre Gefühle nicht an Steinformationen oder Kalenderdaten knüpfen. Die Kraft des Meeres mag Felsen brechen – die Liebe sollte sturmsicher sein.
