In meinem Bericht über das bezaubernde Städtchen Cisternino habe ich bereits erwähnt, dass es offiziell ausgezeichnete „schönste Städte“ in Italien gibt. Auf der Liste dieser 100 „borghi più belli d‚Italia“ findet man auch die von Cisternino nur 10 Autominuten entfernte Stadt Locorotondo.
Der „runde Ort“ (locus rotundus) aus dem 12. Jahrhundert ist als „Stadt des Weißweins“ bekannt und schmiegt sich mit seinen weiß getünchten Häusern um einen weiteren Hügel im Itria-Tal herum und hinauf. Er lädt zum Bummeln durch die konzentrisch und strahlenförmig angelegten Gassen ein, wobei zwei als Aussichtspunkte dienende liebevoll gepflegte Parks und ein jährlicher Wettbewerb um den schönsten Balkon der Stadt für einen besonders malerischen Eindruck sorgen. Wie schon in Cisternino stellt der Ort als solche bereits das touristische Ziel dar, denn außer den beeindruckenden Stadttoren und einigen kleinen Kirchen gibt es keine wirklichen Höhepunkte.
Wer sich einen besonders guten Tropfen gönnen möchte, sollte in eins der kleinen Restaurants einkehren oder sich ein Fläschchen mit nach Hause nehmen, denn der um Locorotondo hergestellte Weißwein „Bianco Locorotondo“ mit dem DOC-Prädikat (Denominazione di origine controllata) zählt zu den besten Weinen Apuliens. Für das leibliche Wohl sorgt jedoch nicht nur der Wein sondern auch eine krümelig hergestellte Pasta mit Schnittlauch und Pecorino-Käse namens „Tridde“, die traditionell in Truthahnbrühe genossen wird.


Wer also in der Nähe von Ostuni weilt und ein paar Nachmittagsstunden für eine Ausfahrt ins von Trullibauten und Trockensteinmauern durchzogene Itria-Tal nutzen möchte, sollte sich den Besuch von Locorotondo nicht entgehen lassen.
Praktische Tipps für deinen Besuch in Locorotondo
Lage:
Locorotondo, der „runde Ort“ (locus rotundus), liegt im Itria-Tal, nur etwa 10 Autominuten von Cisternino entfernt. Die Stadt ist berühmt für ihre weiß getünchten Häuser, die sich konzentrisch um einen Hügel schmiegen, und den malerischen Blick auf die umliegenden Trulli und Olivenhaine.
Anreise:
Von Ostuni oder Cisternino erreichst du Locorotondo über die SP3 in wenigen Minuten. Parkplätze gibt es meist am Stadtrand; die Altstadtgassen sind eng und nur bedingt für Autos geeignet.
Beste Reisezeit:
Frühling und Herbst sind ideal für einen Besuch, wenn das Wetter mild ist und die Gassen weniger belebt. Im Sommer zeigt sich Locorotondo besonders fotogen, allerdings kann es sehr heiß werden.
Kulinarischer Tipp:
Probier unbedingt den lokalen Weißwein „Bianco Locorotondo“ (DOC), entweder in einem der kleinen Restaurants oder als Fläschchen zum Mitnehmen. Auch die traditionelle Pasta „Tridde“ mit Schnittlauch und Pecorino, serviert in Truthahnbrühe, ist ein absolutes Muss für Genießer.
Zeitbedarf:
Für einen gemütlichen Bummel durch die Altstadt, die beiden Aussichtspunkte und die Stadttore reichen 2–3 Stunden. Wer gerne verweilt, kann den Nachmittag ausdehnen, um den Wein zu genießen und die malerischen Gassen zu erkunden.






Da sieht es so schön aus (und ich sehne mich gerade nach Urlaub…)
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…will auch Urlaub!!!
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Schon wieder dieses tolle Weiß. Hach!
Danke für den Bericht und die schönen Bilder.
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Locorotondo scheint wirklich sehr schön zu sein. Ähnlich wie Ostuni, die weiße Stadt. Aber bei uns in Ajebatien ist es noch viel schöner (anabca.wordpress.com)
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Welch wunderbare Fundgrube dein Blog. Jahrelang war ich jedes Jahr in Italien im Urlaub, erst seit Corona nicht mehr. Mit deinem Blog kann man trotzdem reisen. Schöne Grüße, Moritz
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Willkommen auf mein MeinApulien! Ich hoffe, du kannst bald wieder reisen und dann ist Apulien von Deutschland aus auch gar nicht so weit, wenn man mit dem Flugzeug kommt. 🙂
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